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Anleitung zum Schleifen, Ölen & Lackieren

Eine Anleitung zur Nutzung unserer Mietmaschinen:

Allgemein

Bitte sorgen Sie als erstes für ausreichend Arbeitsschutz in Ihrem eigenen Interesse, indem Sie beim Verrichten der Schleifarbeiten eine Augenschutzbrille, Arbeitsschutzschuhe, Gehörschutz und eine entsprechende Staubmaske tragen. Der Transport der Schleifmaschine im Freien und auf verschmutzten Untergründen im Gebäude, bitte immer mittels Wagen oder händig transportieren, so dass die Laufrollen der Maschine nicht beschädigt werden. Die zu verwendende Steckdose sollte mindestens mit einer 16 A Sicherung abgesichert sein und das Verlängerungskabel eine Querschnitt von 3 x 2,5 qmm aufweisen, da der Anlaufstrom und auch die Betriebsleistung der Parkettschleifmaschine relativ hoch sind. Eine Kabeltrommel sollte immer ganz abgerollt werden. Schleifstaubsäcke nach der Tätigkeit oder bei einer Unterbrechung dieser, immer von der Maschine entfernen und im freien ablegen, da eine Selbstentzündungsgefahr besteht.

Zwingende Vorarbeiten am Untergrund

Den zu bearbeitenden Boden auf Unregelmäßigkeiten in Bezug auf herausstehende Schrauben/Nägel oder herumliegende Gegenstände überprüfen und diese gegebenenfalls versenken/entfernen, da es sonst zu Beschädigungen der Schleifwalze kommen könnte, was mit Reparaturkosten verbunden wäre. Die vorhandenen Sockelleisten sollten entfernt werden, damit Sie bis kurz vor die Wand schleifen können und der Abschluss dann mit der neu montierten Sockelleiste überdeckt wird. Weiterhin schafft man es meistens nicht, mit dem Randschleifer bis an die Sockelleiste zu schleifen, ohne diese zu beschädigen.

Schleifmaschine für Grobschliff vorbereiten

Die Seitenklappe der Bandschleifmaschine öffnen, den roten Spannhebel betätigen und das Schleifband, Körnung 16/24/36 je nach Bedarf, auf die Schleifwalze und die abgesenkte Umlenkrolle aufschieben, so dass das Schleifband bündig mit der Schleifwalze verbleibt. Anschließend den Spannhebel wieder betätigen, die Seitenklappe schließen, den Staubsack mittels Schelle am Absaugrohr befestigen und das Verlängerungskabel beidseitig anschließen.

Schleifmaschine starten

Vergewissern Sie sich, dass die Walze nicht auf dem Boden aufliegt. Dazu den Kupplungshebel oben am Führungsgriff heranziehen, so dass er eingerastet ist. Während Sie die Maschine mit der einen Hand am Führungsgriff halten, den Schalter zügig auf Position "Start" drehen, warten bis sich der Staubsack aufgeblasen hat und den Schalter dann loslassen. Er schnappt automatisch auf Position "Betrieb" zurück und die Maschine ist betriebsbereit.

Schleifvorgang beginnend mit dem Grobschliff

Von der Mitte des Raumes aus die gestartete Walzenschleifmaschine langsam nach vorn bewegen und dabei die Schleifwalze mittels Kupplungshebel behutsam absenken. Kurz vor der Wand die Schleifwalze mit dem Kupplungshebel anheben, die Maschine in derselben Spur zurückziehen und die Schleifwalze wieder behutsam absenken. (Ja, die gleiche Spur wieder rückwärts!) Diesen Vorgang um eine halben Walzenbreite versetzt wiederholen. In dieser Weise, auch diagonal zur Holzmaserung, den ganzen Raum bearbeiten. Sobald Sie Nägel/Schrauben anschleifen, diese unbedingt versenken und wenn der Staubsack zur Hälfte gefüllt ist, diesen entleeren. Den Schleifvorgang so lange durchführen, bis der Holzboden zu 100% frei gelegt ist. Danach mit dem Randschleifer die Ränder mit den gleichen Körnungen bearbeiten.

Schlichtungsschliffe

Die folgenden Schleifvorgänge von Körnung 60 bis Körnung 100 werden, wenn es geht, mit der Holzmaserung und in Richtung Lichteinfall erarbeitet. Wenn Sie Parkett bearbeiten und dieses Fugen aufweist, können Sie diese nach dem Schleifgang mit der Körnung 80 verfugen, indem Sie den Holzstaub vom Schleifgang K60 und K80 mit der flüssigen Fugenkittlösung „Aqua-Seal-Pafuki“ zu einem Brei verrühren und mittels einer Flächenspachtel diesen über den Parkettboden spachteln. Dabei so wenig wie möglich auf der Holzoberfläche belassen. Bei großen Fugen kann dieser Vorgang wiederholt werden, da die Masse beim Trocknungsvorgang nachsacken kann. Die Parkettoberfläche dann nochmals mit der Körnung 80 sauber schleifen und dabei besonders auf Rückstände auf dem Holz achten und diese gewissenhaft entfernen. Die gleichen Arbeitsschritte mit den entsprechenden Körnungen sollten Sie an den Rändern und solchen Stellen, welche Sie mit der Bandschleifmaschine nicht erreicht haben, mit dem Randschleifer ausführen. Achten Sie immer auf einen sauberen Übergang zwischen beiden Flächen.

Feinschliff

Im nächsten Schritt saugen Sie den Boden ordentlich ab, so dass keine Schleifbandrückstände oder andere Schmutzreste herumliegen, welche Beschädigungen oder Kratzer am Holzboden verursachen könnten und schleifen diesen mittels Tellerschleifmaschine und der Körnung 120 fein und erschaffen auf diese Weise eine schöne glatte Oberfläche, welche nach erneutem saugen, dann geölt/imprägniert/grundiert und lackiert werden kann.

Lackzwischenschliff

Dieser erfolgt meistens nach der Trocknung des ersten Lackauftrages mittels Tellerschleifmaschine und einem Schleifpad, um die aufstehenden Holzfasern, welche durch die Lackierung entstehen, zu brechen.

Holzboden richtig behandeln: Ölen

Vorbereitung des Parkettbodens

Bevor das Öl aufgetragen wird, muss der Holzboden gründlich vorbereitet werden. Bei einem neu verlegten oder renovierungsbedürftigen Boden ist ein vollständiger Schliff notwendig. Dieser sollte in mehreren Schleifgängen erfolgen, wobei der letzte Schliff mit einer Körnung von 100 bis 120 vorgenommen wird, um eine glatte und aufnahmefähige Oberfläche zu erzeugen.

Ist das Parkett bereits geölt und soll lediglich nachgeölt werden, ist kein Schleifen erforderlich. In diesem Fall genügt eine gründliche Reinigung des Bodens. Sowohl beim Neu- als auch beim Nachölen muss die gesamte Fläche sauber, trocken und staubfrei sein. Nach dem Schleifen sollte der Raum gründlich abgesaugt und mit einem leicht feuchten, nebelfeuchten Tuch gewischt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Holzoberfläche nicht zu nass wird, da sie sonst aufquellen kann.

Ölauftrag am Rand und in der Fläche

Zunächst wird das Öl entlang der Wandkanten mit einem kleinen Pinsel aufgetragen. Anschließend erfolgt der Auftrag auf den größeren Flächen. Hierzu verwenden wir bevorzugt Velourswalzen, die ein gleichmäßiges und kontrolliertes Auftragen ermöglichen. Alternativ kann das Öl auch mit einem Spachtel, einem Flächenstreicher oder einem Pad verteilt werden. Die genaue Auftragsmethode richtet sich immer nach dem jeweiligen Produkt – bitte beachten Sie daher stets die Herstellerangaben zur Verarbeitung, Auftragsmenge und Einwirkzeit. In stärker beanspruchten Bereichen – wie Fluren, Küchen oder gewerblich genutzten Räumen – kann ein zweiter Ölauftrag sinnvoll sein. Dieser erfolgt auf dieselbe Weise, sobald die erste Schicht getrocknet ist. Zwischen den beiden Aufträgen kann die Oberfläche mit einem weißen Pad geglättet werden, um aufgestellte Holzfasern zu entfernen.

Das Öl sollte gleichmäßig und ohne Pfützen verteilt werden. Die Bildung von Glanzstellen oder überölten Bereichen ist zu vermeiden. Wichtig ist ein ruhiges, gleichmäßiges Arbeiten, vorzugsweise in Richtung der Holzmaserung.

Einwirkzeit und Abnahme von Überschüssen

Nach dem Auftragen muss das Öl etwa 15 Minuten einwirken. In dieser Zeit zieht es in das Holz ein. Bei besonders saugfähigen Böden kann es notwendig sein, nachzuölen, bis die Oberfläche gesättigt ist. Danach wird überschüssiges Öl vollständig entfernt – entweder mit fusselfreien Baumwolltüchern oder mit einem weißen Pad. Es dürfen keine Reste auf dem Boden verbleiben, da diese nach dem Trocknen klebrig oder fleckig werden können.

Trocknung und Aushärtung

Nach dem Ölen darf die Fläche mindestens zwölf Stunden lang nicht betreten werden. Während der Trocknung ist der Raum gut zu belüften, ohne dass Zugluft entsteht. Die vollständige Aushärtung erfolgt in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Erst dann sollte der Boden wieder vollständig möbliert oder mit Teppichen belegt werden.

Pflege des geölten Parketts

Die tägliche Reinigung eines geölten Parkettbodens erfolgt trocken mit Besen oder Staubsauger. Feuchtes Wischen ist nur nebelfeucht und unter Zugabe von Holzbodenseife bzw. einem geeigneten Reinigungsmittel für geölte Böden erlaubt. Auf aggressive oder fettlösende Reiniger sollte grundsätzlich verzichtet werden, da sie die Ölschicht beschädigen.

Ein Nachölen ist – je nach Nutzung – etwa einmal jährlich zu empfehlen. Vor dem Nachölen sollte der Boden mit einem Intensivreiniger behandelt werden, um alte Ölreste und Schmutz zu entfernen. Danach wird Pflegeöl gleichmäßig erneut aufgetragen.

Sicherheitshinweis zur Entsorgung von Öllappen

Mit Öl getränkte Lappen können sich selbst entzünden und stellen ein erhebliches Brandrisiko dar. Sie sollten daher niemals offen liegengelassen werden. Nach dem Gebrauch müssen sie entweder luftdicht in einem Metallbehälter oder mit Wasser getränkt in einem Eimer mit Deckel aufbewahrt und sachgerecht entsorgt werden.

Holzboden richtig behandeln: Lackieren

Vorbereitung des Parkettbodens

Bevor Lack aufgetragen wird, muss der Boden eben, sauber und vollständig abgeschliffen sein. Altbeläge oder Reste alter Versiegelungen müssen vollständig entfernt werden. Tiefe Beschädigungen werden vor dem Schleifen mit passendem Holzkitt aufgefüllt. Die Randbereiche sollten ebenfalls frei zugänglich sein, weshalb Sockelleisten entfernt werden sollten.

Das Abschleifen erfolgt in mehreren Durchgängen mit grober bis feiner Körnung. Der letzte Schliff sollte mit Körnung 100–120 erfolgen. Anschließend wird der Boden gründlich abgesaugt und mit einem feinen Tuch nebelfeucht gereinigt. Rückstände von Schleifstaub würden die Haftung des Lacks erheblich beeinträchtigen.

Grundierung und Anschliff

Vor dem ersten Lackauftrag ist eine geeignete Grundierung aufzutragen. Diese verbessert die Haftung, reduziert die Holzaufrauung und sorgt für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild. Die Grundierung wird in Randbereichen mit einem Pinsel, auf großen Flächen mit einer Kurzflorwalze oder Lackrolle verarbeitet – abhängig vom Produkt. Die Trocknungszeit beträgt in der Regel 2 bis 4 Stunden, wobei die Herstellerangaben maßgeblich sind.

Nach vollständiger Trocknung wird die grundierte Fläche leicht angeschliffen (Körnung 120–150), um aufgestellte Holzfasern zu entfernen und eine optimale Haftung für den folgenden Lackauftrag zu gewährleisten. Anschließend erfolgt erneut eine sorgfältige Reinigung.

Auftragen des Parkettlacks

Der Lackauftrag beginnt in den Randzonen mit einem hochwertigen Pinsel. Für die Flächen wird eine geeignete Lackwalze verwendet – empfohlen sind kurzflorige Rollen mit gleichmäßigem Verlauf. Je nach Produkt sind zwei bis drei Schichten erforderlich. Zwischen den einzelnen Aufträgen ist jeweils ein Zwischenschliff notwendig, um eine gleichmäßige Oberfläche zu gewährleisten und die Haftung zu verbessern. Auch nach jedem Anschliff ist der Boden erneut vollständig zu reinigen.

Für den Lackauftrag gelten folgende Grundregeln: Der Lack darf nicht bei direkter Sonneneinstrahlung oder bei Raumtemperaturen über 25 °C verarbeitet werden. Fenster sollten gegebenenfalls abgedunkelt werden, um eine zu schnelle Trocknung zu vermeiden. Arbeiten Sie zügig, bahnenweise und überlappend, um Ansätze zu verhindern.

Trocknung und Aushärtung

Die erste Begehbarkeit des lackierten Bodens ist nach 9 bis 24 Stunden möglich – je nach Produkt. Die endgültige Durchhärtung des Lacks erfolgt in der Regel innerhalb von 5 bis 7 Tagen. In dieser Zeit sollte der Boden nicht mit Möbeln oder Teppichen belastet werden. Schwere Möbelstücke sollten frühestens nach einer Woche wieder aufgestellt werden. Zur Sicherheit sind stets die Angaben des Lackherstellers zu beachten.

Lackarten und ihre Unterschiede

Parkettlacke sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich:

Einkomponentenlacke: Einfach zu verarbeiten, meist auf Wasserbasis, aber mit begrenzter Strapazierfähigkeit.

Zweikomponentenlacke: Bestehen aus Lack und Härter, bieten eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb, Chemikalien und Kratzer.

Dreikomponentenlacke mit UV-Schutz: Besonders empfehlenswert bei hellen Holzarten, da sie ein Nachdunkeln verhindern und langfristigen Farbschutz bieten.

Bei der Auswahl des Lacks sollte neben Qualität, Optik und Belastbarkeit auch die Umweltverträglichkeit berücksichtigt werden. Moderne Wasserlacke sind lösemittelarm und emissionsarm und daher für Wohnräume besonders gut geeignet.

Pflege von lackiertem Parkett

Lackiertes Parkett ist pflegeleicht. Für die tägliche Reinigung reicht ein weicher Besen oder ein Staubsauger mit Parkettdüse. Bei Bedarf kann nebelfeucht gewischt werden – idealerweise mit einem auf den Lack abgestimmten Reinigungsmittel. Scharfe, scheuernde oder fettlösende Reinigungsmittel sind ungeeignet, da sie die Lackschicht beschädigen können.

Eine Nachbearbeitung des Lacks ist im Gegensatz zum Ölen oder Wachsen nicht punktuell möglich. Sind Kratzer oder matte Stellen vorhanden, muss meist die gesamte Fläche erneut geschliffen und neu lackiert werden.

Sollten Sie weitere Fragen zu den Arbeitsabläufen oder unseren Mietmaschinen haben, rufen Sie uns bitte an. Wir sind für Sie da.

Das Kaditzianer-Team wünscht gutes Gelingen und eine wunderschöne Holzoberfläche.

Falls Sie ein Angebot wünschen, vereinbaren Sie mit uns einfach einen Ortstermin.